Ich war immer schlecht in Mathe – Jetzt studiere ich Wirtschaftsinformatik!

Autorin: Sandra Schulze || Datum: 12.06.2018

 
Wie Matthias Schulze 2015 trotz Schwierigkeiten in Mathe seinen Weg an die HoMe fand und wie sein Wirtschaftsinformatik Studium bisher gelaufen ist, erzählt er uns in seinem Bericht. Aktuell befindet er sich im 6. Semester und absolviert sein Praktikum.
 

Matthias_Schulze

Was für eine Vorbildung hast Du?

Ich habe 2007 mein Abitur gemacht. Ich war bis dahin immer recht schlecht in Mathe. Aber alle Themen, die mich interessierten, hatten irgendwie alle mit Mathe zu tun – da kam ein Studium erst einmal nicht für mich infrage. Stattdessen absolvierte ich eine zweijährige Ausbildung als Bürokaufmann, bei einem großen Verlag und habe einige Jahre in der Logistik gearbeitet.

Warum hast Du Dich für ein Studium an der HoMe entschieden?

Die Entscheidung wurde mir eigentlich fast abgenommen! Unser Büro wurde geschlossen und ich hatte die Chance doch noch ein Studium zu beginnen. Ich wollte praxisnah bleiben, daher konzentrierte ich mich bei der Studienwahl auf Fachhochschulen.

Die Hochschule Merseburg kannte ich bereits durch Freunde, die auch hier studierten.

Ich wusste, es ist keine große Hochschule, aber das stört mich nicht. Umso mehr schätze ich es, nicht nur eine Nummer für die Profs zu sein, sondern als Person wahr- und ernst genommen zu werden.

Warum hast Du Dich für Deinen Studiengang entschieden?

Eigentlich wollte ich mich für Technische Betriebswirtschaftslehre einschreiben. Durch meine Berufserfahrung reizte mich der technische Anteil mehr, als ein reines BWL-Studium.

An einem Hochschulinformationstag besuchte ich einige Vorlesungen und um Zeit zu überbrücken, besuchte ich eine Infoveranstaltung zum Studiengang Wirtschaftsinformatik.

Da ich der einzige Neugierige war, hatte ich ein sehr ausführliches Gespräch mit Professor Klimpel, der mich für den Studiengang begeistern konnte und für den ich mich kurz darauf auch entschieden habe. Die Herausforderung war größer, aber ich bin froh, mich so entschieden zu haben!

Welche Vertiefung hast Du gewählt und bist Du glücklich mit Deiner Entscheidung?

Ich habe meinen Schwerpunkt auf „Unternehmensprozesse“ gelegt. Im vierten Semester hatte ich in Business Consulting die spannende Möglichkeit die Methoden kennenzulernen, die in der Unternehmensberatung eingesetzt werden. Im Fach ERP-Systeme lernten wir neben Modellen zur Prozessmodellierung durch Bearbeitung mehrerer Fallstudien am System die verschiedenen SAP-Module kennen. Im fünften Semester entschied ich mich dann auch für die weiterführende ERP-Veranstaltung, in denen wir Themen wie Business Intelligence und die Konfiguration von SAP behandelten. Daneben führten wir in der Veranstaltung Agiles Projektmanagement ein spannendes SCRUM-Projekt durch: mit agilen Methoden sollte ein Webshop aufgebaut werden.

Es war nicht immer alles so, wie ich es mir im ersten Moment vorgestellt hatte, aber die Veranstaltungen waren alle interessant und lehrreich und durch die verschiedenen Projekte, konnte man die Methoden immer direkt anwenden.

Da es so viele interessante Veranstaltungen gab, versuche ich auch im 7. Semester noch einige zu besuchen.

Wo machst Du derzeit Dein Praktikum?

Seit Anfang März darf ich mein Praxissemester bei der MDC Power GmbH in Kölleda absolvieren. So verbringe ich jeden Tag in einem modernen Motorenwerk, in dem jeder zweite Motor für PKW und Vans von Mercedes-Benz hergestellt wird. Dort unterstütze ich meine Kollegen in der IT‑Abteilung bei verschiedenen agilen Projekten zur Digitalisierung. Und ganz nebenbei erfahre ich noch jede Menge über IT-Managementprozesse – wie maßgeschneidert für meine Vertiefung!

Eines der wichtigsten Schlagworte, welches die HoMe auch gern hervorstellt, ist „Praxisnah“! Kannst Du das so bestätigen?

Ich durfte mit meinen Kommilitonen zweimal das „Festival der Lösungen“ vorbereiten. Die erste Veranstaltung war in Kooperation mit der Handwerkskammer Halle und dabei wurden Digitalisierungsprojekte von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Region vorgestellt.

Bei der zweiten Veranstaltung wurden von Beraterfirmen aus der Region und darüber hinaus, innovative neue Ansätze in ERP-Systemen vorgestellt.

Es war wirklich interessant zu sehen, wie die Lerninhalte in der Praxis umgesetzt werden und welche neuen Entwicklungen es gibt. Außerdem fand ich es toll, die Methoden aus der Vorlesung praktisch auf den Prozessen unseres Projekts anwenden zu können. Ich hätte den ganzen Stoff auch für eine Klausur gelernt – aber im Projekt haben wir uns viel intensiver damit beschäftigt.

Du bist ja nun schon eine Weile hier! Was gefällt Dir denn an der HoMe?

Und um noch einmal meine anderen Antworten zusammenzufassen, mir gefällt die Lernatmosphäre unserer Hochschule. Meine Kommilitonen sind nicht nur meine Lerngruppe, sondern wir unternehmen auch außerhalb etwas zusammen, auch jetzt, wenn alle in verschiedenen Städten ihr Praktikum absolvieren.

Ein kleiner Kritikpunkt – Aktuell vermisse ich die Auswahl unserer Mensa!

Aber das Gesamtbild sorgt dafür, dass ich sehr viel Spaß am Studium habe!

Hast Du schon konkrete Pläne, wo es nach Deinem Studium hingehen soll?

Wenn alles nach Plan verläuft, will ich gern direkt im Anschluss meinen Master in Wirtschaftsinformatik weitermachen.

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