“Drei Fragen an … Prof. Dr. jur. Gerlind Marx “

Redaktion: Sandra Schulze || Datum: 20.11.2018

Professorin für Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht sowie Recht für Techniker am Fachbereich WIW

Wir haben Frau Prof. Dr. Marx in einem Interview zu ihrer Lehre an unserem Fachbereich befragt und uns einige Tipps geholt, wie Studis bei ihr einen bleibenden Eindruck hinterlassen können.

Bild für Blog

Würden Sie selbst an der HoMe studieren?

Ich würde an der HoMe studieren, da ich die Praxisnähe und die Lernatmosphäre hier einer „Massenuniversität“ vorziehen würde.

Wie sind Sie an die HoMe gekommen & was ist Ihr Schwerpunkt?

Zur HoMe bin ich ganz zufällig gekommen. Als selbstständige Rechtsanwältin bin ich von einer Leipzigerin, die an der HoMe gelehrt hat, angesprochen worden, ob ich nicht einen Lehrauftrag im Zivilrecht übernehmen wolle. Sie hatte mich Anfang 2001 kennengelernt, weil ich ihren Mann in einem Kündigungsschutzprozess am Arbeitsgericht Leipzig vertreten durfte.
Da ich aus einer Lehrerfamilie komme und auch bereits Referendare unterrichtete, sagte ich zu. Zwei Jahre später wurde eine Professur für Wirtschaftsrecht an unserem Fachbereich ausgeschrieben. Ich bewarb mich und fing zunächst 2003 als Vertretungsprofessorin an. Im Jahr 2005 wurde ich dann als „ordentliche“ Professorin berufen.

Ich habe mich für die HoMe entschieden, weil die Hochschule in der Nähe meines Heimatortes Leipzig liegt und ich schon damals die familiäre Atmosphäre und Kollegialität an der Hochschule schätzen gelernt hatte.

Ich lehre hauptsächlich Zivilrecht – Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht.

Die Studierenden können erwarten, dass sie zunächst die speziellen Vorschriften des Rechtsgebietes erläutert bekommen und diese dann auf Beispielsfälle anwenden können. Ohne Normenverständnis und Verständnis der Systematik der Rechtsanwendung können die Studierenden meine Fächer nicht erfolgreich absolvieren. Aber Theorie ist nicht alles – so lege ich sehr viel Wert darauf, dass die Studierenden für ihr späteres Berufsleben „lernen“ und gebe ihnen eine Vielzahl von Tipps für ihre Berufspraxis mit.

Die Studierenden sollten neugierig, diskussionsfreudig und kritisch sein. Es gibt in der Juristerei häufig kein 100prozentiges „richtig“ oder „falsch“.

Wie können Studierende einen guten Eindruck bei Ihnen hinterlassen?

Ich freue mich über Studierende, die sich mit dem Lernstoff der Veranstaltung gründlich befassen, bei Fragen an mich herantreten und aktiv die Übungen mit gestalten. Dabei müssen sie nicht immer gleich alles verstanden haben oder alles wissen.

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