Was kommt nach “12 Jahren Schulbank drücken?” – Von der Studienwahl zum Schwerpunkt

Autor: Chris Hanke || Redaktion: Sandra Schulze || Datum: 02.05.2018

Zurzeit befindet sich Christopher Hanke im 6. Semester seines Betriebswirtschaftsstudium. Normalerweise ist dieser Zeitraum für das Pflichtpraktikum vorgesehen, aber er hat sich für ein Auslandssemester in Antwerpen (Belgien) entschieden. Wie sein Weg nach “12 Jahren Schulbank drücken” so verlaufen ist, erzählt er uns hier in seinem Bericht.

Was für eine Vorbildung hast Du? Und hat sich innerhalb dieser schon abgezeichnet, welchen Weg Du danach einschlagen wirst?

12 Jahre habe ich damit verbracht die Schulbank zu drücken, um meine allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Abgesehen von der Tatsache, dass der Großteil der Schüler keine oder nur vage Vorstellungen hat, wie es eigentlich nach dieser langen Schulzeit weitergehen soll, war es bei mir im Grunde genauso.

Ich möchte niemanden für dieses Phänomen die Schuld geben, aber ein Grund dafür könnte die gigantische Auswahlmöglichkeit sein, von der man nur einen Bruchteil kennt und das Bildungssystem, welches den Schülern kaum Möglichkeiten aufzeigt und in den entscheidenden Schuljahren kaum Zeit lässt, um sich im nötigen Maße selbst umzuschauen.

In meinem Fall sollte eine Ausbildung als Handelsfachwirt als erster Einstieg in den neuen Lebensabschnitt dienen.

Schnell wurde mir klar, dass ich damit nicht glücklich bin. Ich fühlte mich unterfordert und wollte „mehr“. Weiterhin wollte ich mich im breitgefächerten Bereich der Wirtschaftswissenschaften begeben. Ein Betriebswirtschafts Bachelorstudium bot sich dafür als erster bzw. zweiter relativ flexibler Einstieg an. Man könnte dieses Studium auch als Orientierung sehen, die ersten drei Semester als Grundstudium mit anschließenden Vertiefungsmöglichkeiten.

Warum hast Du Dich denn für ein Studium an der HoMe entschieden?

Der Aspekt Zeit und Entfernung waren in meinem Fall auschlaggebende Faktoren. Ende Juni 2015 war der Tag des Abiballs gekommen, im August sollte bereits die Ausbildung beginnen. Zu erledigen war noch die Wohnungssuche und der anschließende Umzug. Nach dem der erste Tag, die erste Woche und auch die zweite Woche der Ausbildung vergangen, suchte ich nach möglichen Studienplätzen im Raum Leipzig-Halle. Die Frist für NC behaftete Studiengänge war bereits Mitte Juli abgelaufen, damit verkleinerten sich die Auswahlmöglichkeiten. Als ich bereits an der Martin-Luther-Universität in Halle eingeschrieben war, bekam ich ein aktuelles Ranking der Universitäten und Hochschulen zu sehen. Schock, die MLU Halle hatte dort mit einem befriedigend abgeschlossen, im Gegensatz wurde die HoMe wirklich gut gerated. Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass es für mich zur Hochschule Merseburg gehen wird.

Welche Vertiefung hast Du gewählt und bist Du glücklich mit Deiner Entscheidung?

Ich habe mich für die Vertiefung „Unternehmensprozesse“ entschieden und dort die logistischen Fächer belegt, da mich der logistische Aufgabenbereich bereits im Grundstudium begeistern konnte. Außerdem habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie sich unsere Welt in 20-30 Jahren verändern wird und welche Branchen weiterhin wachsen werden. Ich bereu diese Entscheidung keinesfalls, im Gegensatz zur Schulzeit hat sich über die verschiedenen Semester ein für mich klares Ziel entwickelt, welches es leichter macht dementsprechende Leistung zu bringen.

Eines der wichtigsten Schlagworte, welches die HoMe auch gern hervorstellt, ist „Praxisnah“! Kannst Du das so bestätigen? Hast Du bereits ein Praxisprojekt / Forschungsprojekt in Deinem Studium absolviert?!

Tatsächlich habe ich bereits an vier größeren praxisnahen Projekte gearbeitet, die sich jeweils über das gesamte Semester gezogen habe. Ich habe keinen direkten Vergleich zu anderen Hochschulen oder Universitäten, aber aus den Gesprächen mit Freunden von anderen Hochschulen und Universitäten würde ich behaupten, dass der Praxisbezug definitiv verstärkter gegeben ist.

Du bist ja nun schon eine Weile hier! Was gefällt Dir denn an der HoMe?

Was wirklich zu erwähnen ist, ist die Ebene, auf der sich Lehrende und Studierende begegnen. Wer ein Problem hat und engagiert ist, der hat dieses Problem nicht von Dauer. Wenn etwas unklar ist oder es noch Klärungsbedarf gibt, ist ein Termin dafür im Normalfall innerhalb weniger Tagen gefunden.

Wohin soll Dein Weg nach dem B.A. gehen? Hast Du schon konkrete Pläne?

Geplant ist meine bisherigen Kenntnisse durch ein Masterstudium weiter auszuweiten, um anschließend bei einem großen deutschen Automobilhersteller durchzustarten. Warum Automobilhersteller? Ich könnte genauso gut fragen: „Warum nicht jeden Tag mit einem Grinsen zu Arbeit kommen?“. Spaß beiseite, ich möchte für eine Sache oder ein Produkt arbeiten, hinter dem ich voll und ganz stehe und bei dem mich das Endresultat mit Freude erfüllt.

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